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13:37 12.07.2021
Michael Wagner (links) und Olaf Busack von den Fahrradfreunden Russee-Hammer wünschen sich, dass der örtliche Radverkehr besser gefördert wird. FOTO: CARSTEN FRAHM

RUSSEE. Im neuen deutschen Verkehrsklima auch vor Ort klotzen statt kleckern – das fordern die Fahrradfreunde Russee-Hammer. Denn der aktuell diskutierte „Nationale Radverkehrsplan“ der Bundesregierung mache deutlich: Radverkehrsförderung ist nunmehr das Ziel aller im Bundestag vertretenen relevanten politischen Kräfte. Die so bisher nicht dagewesene Einigkeit zu diesem Thema müsse genutzt werden, so die Fahrradfreunde. Sie sollte allen Entscheidungsträgern in Kiel Rückenwind für klare Entscheidungen geben. „Wir begrüßen den Beginn der Erneuerung der Radverkehrswegweisung an der Veloroute 10. Dies haben wir seit einem halben Jahrzehnt immer wieder angesprochen“, lobten Michael Wagner und Olaf Busack diese Maßnahme der Stadtverwaltung. „Wir hoffen, bald überall in der Stadt erneuerte Fahrradwegweiser zu finden. Das sehen wir als wichtig an, denn es zeigt Wertschätzung für den Radverkehr in Kiel“. Die Bürgerinitiative Fahrradfreunde Russee-Hammer bekräftigt ihre Forderung, die vom Ortsbeirat unterstützte Ausweisung von Fahrradstraßen in der Spreeallee und im Redderkamp nun Wirklichkeit werden zu lassen. Auch die Umsetzung einer weiteren Forderung der Bürgerinitiative von 2017 steht noch aus: „Der Verbindungsweg von der Demühlener Straße zu den Einkaufsmärkten an der Rendsburger Landstraße muss jetzt zügig gebaut werden“, ergänzt Michael Wagner.
   


ABK durchsuchte die Tonnen

HASSEE/KRONSBURG/WELLSEE. Wenn es um Abfall geht, dann sollte stets genau getrennt werden. Das ist wichtiger denn je – denn sogenannte Störstoffe wie Plastik im Bioabfall oder Elektroschrott im Restabfall sind schlecht für die Umwelt und den Geldbeutel. Falsch befüllte Tonnen können nämlich ungeleert bleiben.

Wie schwer diese „Fehlwürfe“ sind, wurde eine Woche lang im Kieler Stadtgebiet untersucht. Die Inhalte von Restabfall- und Biotonnen, die sonst vom Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) geleert werden, nahmen stattdessen Mitarbeiter des von der Stadt beauftragten Witzenhausen-Instituts unter die Lupe. In Ravensberg, Hassee, Holtenau, Elmschenhagen, Südfriedhof, Wik und Kronsburg wurden insgesamt 24 Kubikmeter Proben genommen. Analysiert wurden die Inhalte von ausgewählten Tonnen und Unterflurbehältern beispielsweise in geschlossenen Bebauungsgegenden im Bereich Innenstadt, in offenen Bebauungen in den Außenbezirken, in Mehrfamilienhäusern sowie bei ausgewählten Grundstücken und Reihenhausgrundstücken. Die Abfälle wurden auf dem ABK-Wertstoffhof in der Daimlerstraße sortiert und auf die korrekte Trennung hin untersucht. Im Januar 2022 wird eine weitere Prüfung des Abfalls erfolgen. „Mit den Ergebnissen der Analyse haben wir beim ABK künftig belastbare Aussagen, wie gut wirklich getrennt wird“, so Christian Schulz, Abteilungsleiter Kunden und Nachhaltigkeit beim ABK. Die Untersuchung soll zeigen, welcher Mengenanteil im Restabfall potenziell für eine Wiederverwertung in Recycling-Anlagen geeignet ist und welcher Anteil tatsächlich als nicht wiederverwertbar gilt.
   

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