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Home Sonderthemen Arbeitsmarkt & Ausbildung Für echte Teamplayer
15:37 27.08.2018
Thore Bödefeld absolviert die Spezialausbildung zum Handelsfachwirt bei famila. FOTO: HENRIK MATZEN
Schleswig-Holstein
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Wie sind Sie auf die Ausbildung zum Handelsfachwirt aufmerksam geworden?

Nach meinem Abitur jobbte ich im Einzelhandel und erhielt erste Einblicke in die Welt des Lebensmittelhandels. Das Arbeiten in einem großen Handelsunternehmen gefiel mir so gut, dass ich mich bei famila für die Spezialausbildung zum Handelsfachwirt bewarb. Auch die Erfahrungsberichte anderer Handelsfachwirte auf der famila Homepage bestätigten mich in meinem Vorhaben. Besonders gut an der Ausbildung gefallen mir die vielen Möglichkeiten, die sich einem bieten. Da wären z.B.: innerbetriebliche Schulungen, Warenkundeschulungen direkt beim Hersteller, spannende Berufsschulprojekte, überregionale Wettbewerbe und der ständige Austausch mit unseren Kunden.

Wie genau läuft die Ausbildung ab?

Die Praxisphasen in dem jeweiligen Warenhaus und Theorieblöcke an der Berufsschule wechseln sich regelmäßig ab. Die Berufsschule bereitet die Azubis in den ersten 1,5 Jahren super auf die Prüfung zum Einzelhandelskaufmann vor. Nach dem Bestehender Prüfungen folgt die anderthalbjährige Fortbildung zum Handelsfachwirt. Diese findet an der Wirtschaftsakademie in Kiel statt. Während der Praxisphasen erfolgt der Einsatz in verschiedenen Abteilungen eines famila-Warenhauses. Am Ende der Ausbildung besteht die Chance, sich schon auf seine favorisierte Abteilung zu spezialisieren und dort Verantwortung zu übernehmen.

Welche Bereiche lernt man kennen?

In der Praxisphase ist es zu Beginn meist die Obst- und Gemüse-Abteilung. Um einen guten Überblick zu gewinnen, ist es natürlich wichtig, alle Abteilungen eines Warenhauses zu kennen. Deshalb folgen u.a. die Kühlabteilung der Molkereiprodukte, die Nährmittelabteilung, der Getränkemarkt und sogar die Bereiche Lager und Verwaltung. Beim theoretischen Wissen liegt der Fokus klardarauf, sein kaufmännisches Geschick zu entwickeln. Auf dem Stundenplan stehen beispielsweise Kundengespräche, Preispolitik, Marketing, Buchhaltung, Steuerung der Geschäftsprozesse, Beratung und Verkauf, Personalplanung sowie die Leitung und Entwicklung eines Einzelhandelsunternehmens.

Was macht Ihnen an der Ausbildung am meisten Spaß?

Am meisten Spaß macht es mir zu sehen, wie sehr ich mich persönlich weiterentwickelt habe. Man wächst stetig mehr in die Rolle einer Nachwuchsführungskraft hinein. Die große Abwechslung macht die Ausbildung spannend und motiviert mich, immer wieder Neues zu lernen. Ein persönliches Highlight war meine Teilnahme am „Grips&Co Wettbewerb 2017“, wofür sich fast jeder Azubi bewerben kann. Grips&Co ist das größte unternehmensübergreifende Nachwuchs-Qualifizierungsprogramm im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland.

Haben Sie einen Tipp für junge Menschen, die sich bewerben möchten?

Ein kurzes Praktikum kann einem helfen, einen ersten Einblick zu gewinnen und gibt Sicherheit im Bewerbungsgespräch, da man weiß, was auf einen zukommt.

famila-Handelsmarkt Kiel
GmbH & Co. KG
Personalentwicklung
Alte Weide 7-13, Kiel
oder per E-Mail an:
personalentwicklung@bela.de
www.famila-nordost.de
Tel. 0431/1696-396

CITTI Handelsgesellschaft mbH & Co. KG
Finja Ratjen (li.) und Ekaterina Gorokh, duale Studentinnen bei Vossloh Locomotives: Hier wird das Studium von Beginn an mit vielen Erfahrungen im praktischen Bereich ergänzt. FOTO: THORSTEN MISCHKE
Finja Ratjen (li.) und Ekaterina Gorokh, duale Studentinnen bei Vossloh Locomotives: Hier wird das Studium von Beginn an mit vielen Erfahrungen im praktischen Bereich ergänzt. FOTO: THORSTEN MISCHKE

Neben der Theorie an der Nordakademie oder Wirtschaftsakademie bereits viel praktische Erfahrungen im Unternehmen sammeln: Das bietet das duale Studium. Finja Ratjen hat 2017, Ekaterina Gorokh bereits 2015 bei Vossloh Locomotives in Kiel ein duales Studium begonnen.

Finja Ratjen hat den dualen Studiengang Betriebswirtschaftslehre gewählt. Die richtige Entscheidung? „Unbedingt“, erzählt sie, „anhand des Lokomotivbaus erkenntman ziemlich gut den industriellen Produktionsablauf, von der Herstellung bzw. Zulieferung von Kaufteilen über die Montage bis hin zur Inbetriebsetzung. Dabei bringt das duale Studium Einblicke in die verschiedensten Abteilungen.“ Die Aufgaben der 21-Jährigen sind vielfältig: „In der Personalabteilung bin ich unter anderem für die Beantwortung von eingegangenen Bewerbungen zuständig, kann teils sogar an Vorstellungsgesprächen teilnehmen. Im Controlling helfe ich beim Jahresabschluss mit. Im Einkauf unterstütze ich bei Bestellungen. Mir wird früh Verantwortung übertragen für das selbstständige Bearbeiten von Aufgaben. Dazu habe ich viel Kontakt zu Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern, was mir ziemlich Spaß macht.“ Ihre Kollegin Ekaterina Gorokh hat sich für den dualen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen entschieden – „um einen Ausgleich zwischen Technik und Betriebswirtschaft zu schaffen und ein breites Kompetenzspektrum zu erhalten“, sagt die 23-Jährige. Sie hat bereits im Einkauf und im Engineering gearbeitet. Was ist für sie besonders bei Vossloh Locomotives? „Wir haben die 35-Stunden-Woche, das ist natürlich klasse. Dann gibt es ein breites betriebliches Gesundheitsmanagement. Nicht zu vergessen der freundliche und lockere Umgang der Mitarbeiter untereinander.“ Und wie sieht sie ihre berufliche Zukunft? „Sobald ich mein duales Studium abgeschlossen habe, werde ich weiterhin bei Vossloh Locomotives bleiben.“

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