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06:26 08.05.2021
Dr. med. Wolfgang Kühn

Besonders betroffen sind die Inhaber kleinerer Unternehmen oder der Gastronomie, deren jahrzehntelange Aufbauarbeit zerstört wird oder ältere Mitbürger, die in Heimen oder alleine leben und gelegentliche Besuche von Verwandten nur noch unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht mehr empfangen dürfen. Ebenso unerträglich sind die Belastungen für Kinder und Jugendliche mit den zur Vereinsamung führenden Maßnahmen. Chronifizierte Angst, Panikattacken bis hinzu suizidalen Neigungen sind überproportional die Folge.

Seelische Störungen dieser Art wirken sich immer auch auf der körperlichen Ebene aus. Ständige Wiederholung von angstauslösenden Situationen hat nicht die erwünschte präventive Wirkung, sondern führt im Gegenteil zu noch mehr Angst und damit zu einer Schwächung des Immunsystems mit verstärkter Anfälligkeit für Infektionen, zur Entwicklung chronischer Erkrankungen, Schlafstörungen und schweren Erschöpfungszuständen, zu Magen-Darm-Erkrankungen, muskulären Verspannungen mit Rücken- und Kopfschmerzen. Angst- und Panikzustände können unter anderem zu Herz-Kreislaufstörungen führen, zu Atemnot, Blutdruckerhöhungen, Schwindel und Benommenheitsgefühlen.

Die sensorischen Schmerzvermittler, die Nozizeptoren reagieren auf Stresszustände mit verstärkter Empfindlichkeit, sodass Schmerzen deutlich intensiver empfunden werden. Aufgrund der erhöhten psychischen Belastung finden sich in meiner Praxis in den vergangenen Monaten vermehrt Patienten ein mit akuten Schmerzzuständen wie akuten Rücken- und Kreuzschmerzen sowie Schulter- und Nackenproblemen.

Der Behandlung muss folglich eine Untersuchung auf psychosomatische Belastungen vorausgehen. Diese ergeben sich in der Regel aus einer ausführlichen Anamnese. Zur Abklärung der Funktion des vegetativen Nervensystems und einer erhöhten Stressbelastung kann die Herzraten-Variabilitätsmessung herangezogen werden, ein Test, der exakt das Verhältnis des Sympathikus, des „Stressnervs“, zum Parasympathikus, des „Entspannungsnervs“, aufzeigt. Das Überwiegen des Sympathikus kann bestimmte Gesundheitsrisiken beinhalten und kann durch Infusionen mit ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln und Aminosäuren ausgeglichen werden mit einer deutlich entspannenden Wirkung. Bei Belastungen des Körpers mit bestimmten Bakterien und Viren, wie die alljährlich auftretenden verschiedenen Grippeviren, aber auch der Coronaviren und bei geschwächtem Immunsystem halte ich die Behandlung mit Vitamin C- und Glutathioninfusionen für sehr effektiv. Daneben sollten spezielle phytotherapeutische und homöopathische Mittel gegeben werden, die sich in meiner vierzigjährigen Praxis sehr bewährt haben. Antibiotika sind lediglich indiziert, wenn symptomauslösende Superinfektionen mit Bakterien vorliegen.

Der Schwerpunkt einer Behandlung muss das Gespräch sein, um damit herauszufinden, wie und in welcher Form der Patient auf die störenden Umstände reagiert und welche Möglichkeiten es gibt, sinnvoll und Erfolg versprechend die Situation zu bewältigen.

Eine aufschlussreiche Testung (für den Tester und den Patienten) stellt ein diagnostischer Farbtest dar, der eine aktuelle Stressbelastung aufzeigt und eine Basis für weitere Maßnahmen ist. Ferner die psychosomatische Energetik, ein Testverfahren, das die Energiereserven auf der körperlichen, seelischen und geistigen Ebene erfasst und als Behandlung in der Regel zwei homöopathische Mittel aufzeigt, die eine ausgleichende und beruhigende Wirkung entfalten. Ich halte es für die wichtigste Maßnahme, dem Patienten die Angst zu nehmen und ihn aus der Isolation in seine Selbstwirksamkeit zu führen.

Bei der Behandlung von Magen-Darm-Störungen kann auf eine größere Anzahl von wirksamen Naturheilmitteln zurückgegriffen werden – einschließlich der Colon-Hydro-Therapie, einer sanften Darmspülung und Bauchdeckenmassage, um den Darm von ausscheidungspflichtigen Stoffwechselsubstanzen zu befreien. Daneben kann auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten getestet sowie ein Leaky-Gut-Syndrom ausgeschlossen werden, d. h. eine Undichtigkeit der Darmschleimhaut, die zu einer unphysiologischen Rückresorption führen kann.

Zur Therapie von Schmerzzuständen, z.B. Rücken- und Schulter/Nackenbeschwerden eignen sich elektromagnetische Therapieverfahren mit verschiedenen Geräten, sowie die Matrix-Rhythmustherapie, eine sehr effektive Behandlungsmethode bei starken Muskelverspannungen, Faszienverklebungen und -entzündungen, eine der Stoßwellentherapie ähnliche, aber deutlich mildere Therapieform. Mit diesen Therapieverfahren konnte ich meine Patienten die letzten Monate gesund durch die Krise begleiten.

Dr. med. Wolfgang Kühn
Arzt für Allgemeinmedizin
Privatpraxis für Naturheilverfahren und Homöopathie
Exerzierplatz 7
24103 Kiel
Tel. 0431/93380
E-Mail: kuehn.kiel@web.de
www.dr-med-kuehn.de
   

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