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13:49 12.07.2021
Freuen sich über neue Pflegebetten (v. li.): die Hospiz-Mitarbeiterinnen Ruth Eggers, Monika Akintorin und Melanie Koch. FOTO: JENNIFER RUSKE

MEIMERSDORF. Sie sind pflegeleicht, einfach zu reinigen, leicht zu schieben – und sehen mit ihrer Holzoptik dabei auch noch richtig gut aus. 18 neue Pflegebetten hat das Hospiz Kieler Förde in Meimersdorf anschaffen können. Möglich wurde das durch den Hospiz- und Hospizförderverein Gabriel, der gut 35.000 Euro an Spenden dafür gesammelt hat. Seit 2005 gibt es das Hospiz Kieler Förde. Im Jahr 2012 wurde der Neubau im Radewisch 90 in Meimersdorf bezogen. „Mit dem Umzug kamen damals neue Betten“, erklärt Hospizleitung Pflege und Mitglied der Geschäftsführung Annika Weerts. Nach neun Jahren intensiver Nutzung für die schwerst- und sterbenskranken Hospizgäste sah man den Betten ihr Alter an. „Wir begleiten hier im Hospiz 130 bis 180 Menschen pro Jahr“, sagt die Leitung. „Durch die Zahl der Gäste und den intensiven Pflegeaufwand ist die Abnutzung der Betten höher als im privaten Bereich.“
   

Zudem werden die Betten viel bewegt: Die schwerstkranken Gäste können mit ihnen auf der sonnigen Terrasse oder vor dem Haus liegen, in ihnen eine Lesung im Haus besuchen oder die Gemeinschaft im Wohnzimmer genießen. Den Gebrauch sah man den Betten jedoch an: „Sie waren teilweise reparaturbedürftig und mussten ersetzt werden.“ Hier kam der Hospiz- und Hospizförderverein Gabriel e.V. ins Spiel, ein Mitgesellschafter des Hospizes für den Kreis Plön: Denn die Summe für die Betten sollte ausschließlich aus Spenden finanziert werden. Ab Januar 2021 hat der Verein Förderanträge gestellt – und schon zu Ostern die rund 35.000 Euro für die Betten zusammen gehabt. Mit der Summe konnten insgesamt 18 neue Pflegebetten angeschafft werden. „Neben den 16 Niederflurbetten für die Gästezimmer wurden zusätzlich zwei Reservebetten beschafft“, sagt Weerts. Damit habe das Team bei Reparaturbedarf ein Ersatzbett parat. Zudem können Angehörige auf dem Bett im Zimmer des schwerkranken Gastes übernachten – „und das auf derselben Betthöhe, ähnlich wie in einem Ehe- oder Familienbett“, so die Hospizleitung Pflege. Die neuen Betten haben den Vorteil, dass sie stufenlos nahezu auf Bodenniveau abgesenkt werden können. Das erleichtert dem Pflegepersonal die Umlagerung der schwerstkranken Hospizgäste vom Bett in den Rollstuhl. jr
   

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