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Home Sonderthemen Arbeitsmarkt & Ausbildung Informieren – Orientieren - Entscheiden
15:40 27.08.2018
Peter Garbrecht, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kiel. FOTO: FOTOGRAF-KIEL.DE

Anmerkung der Redaktion:

Aus Gründender Lesbarkeit haben wir auf die weibliche Darstellungsform verzichtet. Angesprochen und gemeint sind im Zweifelsfall beide Geschlechter.
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Liebe Eltern,

das neue Ausbildungsjahr hat gerade begonnen, da richtet sich der Blick schon nach vorn. Für viele Schülerinnen und Schüler mag der Abschluss im kommenden Jahr noch in weiter Ferne sein. Fakt ist jedoch, dass jetzt schon viele Großbetriebe, Banken, Versicherungen und Behörden mit der Auswahl ihrer Nachwuchskräfte begonnen haben. Auch die Agentur für Arbeit bildet da keine Ausnahme. Wir suchen bereits jetzt für den Ausbildungsbeginn September 2019 bis zu 25 Auszubildende als Fachkräfte für Arbeitsmarktdienstleistungen. Dieser Ausbildungsberuf ist nur einer von rund 130 verschiedenen Möglichkeiten, aus denen Kieler Schülerinnen und Schüler wählen können. Fast 40 Prozent aller bei der Berufsberatung gemeldeten Schulabgänger entschieden sich zuletzt für eine Handvoll Ausbildungsberufe. Deshalb ist es umso wichtiger, sich rechtzeitig mit der Berufswahl auseinanderzusetzen und Alternativen zu entwickeln. Gerade wenn sich die meisten Jugendlichen auf wenige Berufe konzentrieren, ist die Konkurrenz um die freien Stellen groß. Das kann im Fall einer Absage schnell zu Frust führen.

Sie – liebe Eltern – sind neben Freunden und Lehrern die wichtigsten Ratgeber, wenn es um den Übergang von Schule in den Beruf geht. Unterstützen Sie Ihre Kinder, indem Sie sie darauf hinweisen, wie wichtig eine rechtzeitige berufliche Orientierung ist. Bedenken Sie dabei, dass eine duale Ausbildung viele Chancen eröffnet.

Sollte Ihr Kind studieren wollen, ist es ebenfalls wichtig, sich rechtzeitig und gründlich zu informieren. Es gibt rund 19.000 Studiengänge in Deutschland. Da fällt es schwer, die richtige Entscheidung zu treffen. Rund ein Drittel aller Studienanfängerbrichtdas Studium ab. Die Gründe dafür sind vielfältig – Fehlentscheidungen, aber auch Überforderungen werden aber meist von Experten genannt. Ein Studienabbruch ist kein Makel, verzögert aber den Start ins Berufsleben deutlich.

Beginnen Sie deshalb, egal ob es um eine Ausbildung oder um ein Studium geht, rechtzeitig damit, Informationen zu sammeln.

Das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Kiel ist hier ein erster Anlaufpunkt. Aber auch moderne Internetdatenbanken wie Planet-Beruf, Berufe TV oder BERUFENET helfen Ihnen weiter.

Wenn alle Informationen zusammengestellt sind, ist es wichtig, eine eigene Vorauswahl zu treffen. Dann sollten Sie sich den Rat von einem Experten holen. Hier kommt die Berufsberatung ins Spiel. Sie berät kostenlos und neutral. Gemeinsam mit Ihrem Kind überlegen die Beratungsfachkräfte, ob das Gewählte passt, welche verwandten Berufsfelder in Frage kommen könnten und welche Alternativen es gibt. Die Ergebnisse dieses Gespräches können und sollten Sie mit Ihrem Kind besprechen.

Hürden für den Berufs- oder Studienwunsch können beispielsweise Angebote sein, die nicht vor Ort zu finden sind oder dass für die Berufsschule weite Wege in Kauf genommen werden müssen.

Diese „Hindernisse“ müssen erst einmal bearbeitet und weggeräumt werden. Erst dann können die nächsten Schritte folgen. Hat sich Ihr Kind orientiert, gilt es eine Entscheidung zu treffen. Hat es sich als Bewerber/-in bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit registrieren lassen, kann es direkt von seinem/ihren persönlichen Ansprechpartner Ausbildungsstellenangebote erhalten.

Wichtig ist es, in der Entscheidungsphase mehr gleisig zu fahren und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn es mal nicht sofort mit der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch oder Einstellungstest klappt.

Online-Bewerbungen sind zwar auf dem Vormarsch, dennoch gibt es immer noch viele Betriebe, die eine klassische schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf bevorzugen, weil sie sich nicht nur über das, was der/die Jugendliche an Kenntnissen mitbringt, ein Bild machen wollen. Oft geben die Internetseiten der Firmen schon einen Hinweis, welche Form der Bewerbung erwünscht ist. Eine schriftliche Bewerbung gibt dem künftigen möglichen Ausbildungsbetrieb erste Hinweise auf schriftlichen Ausdruck und Rechtschreibung, aber auch auf Ordentlichkeit. Deshalb kommt der Bewerbermappe in dieser Phase oft eine Schlüsselrolle zu.

Ich lege Ihnendeshalbans Herz, Ihr Kind an unserem kostenlosen Bewerbungsmappen-Check teilnehmen zu lassen. Die Agentur für Arbeit Kiel bietet diese im 14-tägigen Rhythmus an Donnerstagnachmittagen im Berufsinformationszentrum an.

Diese Termine können ohne Anmeldung wahrgenommen werden. Sie sind im Internet unter www.arbeitsagentur.de/kiel in der Veranstaltungsdatenbank zu finden.

Terminebeider Berufsberatung können jederzeit über unsere kostenlose Hotline unter 0800/4555500 oder unter www.arbeitagentur.de in der Rubrik E-Services vereinbart werden – je schneller, desto besser.

Ihr
Peter Garbrecht
(Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kiel)

Stadtwerke Kiel
Die Landesverwaltung SchleswigHolstein bildet in mehr als 30 Berufen aus. FOTO: ANDREAS BAUM
Die Landesverwaltung SchleswigHolstein bildet in mehr als 30 Berufen aus. FOTO: ANDREAS BAUM

Stehen Sie vor Ihrem Schulabschluss? Suchen Sie eine spannende berufliche Perspektive? Der öffentliche Dienst bietet Ihnen viele unterschiedliche Ausbildungsberufe und duale Studiengänge. Wir in der Landesverwaltung Schleswig-Holstein bilden in mehr als 30 Berufen aus – vom Bauzeichner über die Diplomfinanzwirtin bis zum Polizeikommissar.

Zur Landesverwaltung Schleswig-Holstein gehören die Polizei, die Gerichte und Staatsanwaltschaften, aber auch der Straßenbau, Umweltbehörden, Finanzämter, die Landesmuseen und vieles mehr. Alle diese Bereiche suchen Nachwuchskräfte mit unterschiedlichen Begabungen, Interessen und Schulabschlüssen. Bei uns erwarten Sie attraktive Arbeitsbedingungen und beste Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung. Wir freuen uns darüber, wenn sich Menschen mit Schwerbehinderung für eine berufliche Zukunft im Landesdienst interessieren. Auch Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund begrüßen wir sehr. Wir wollen, dass die gesellschaftliche Vielfalt in Schleswig-Holstein den Landesdienst bereichert.

Das Land Schleswig-Holstein ist größter Arbeitgeber im echten Norden. Behörden und Dienststellen der Landesverwaltung finden Sie überall zwischen Nord- und Ostsee und damit interessante, vielfältige Arbeitsplätze ganz in Ihrer Nähe. Ist eine berufliche Zukunft beim Land etwas für Sie? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!

Mehr Infos unter schleswig-holstein.de/ausbildung


Viele junge Menschen fragen sich gerade wieder, welcher Beruf passt eigentlich zu mir? Oder allgemein gesagt: „Was will ich werden?" Dass diese Frage nicht leicht zu beantworten ist bei den umfassenden und vielseitigen Möglichkeiten, weiß wohl jeder.

Immerhin gibt es ca. 18.000 Studiengänge und rund 500 Ausbildungsberufe. Wer hat da noch den Überblick? Wie wenig bekannt die Größe des Ausbildungsspektrums ist, zeigt auch, dass mehr als ein Drittel aller neuen Ausbildungsverträge in nur zehn Berufen abgeschlossen werden.

Aber: Ist die Frage überhaupt richtig gestellt? Sollte man nicht lieber fragen: Was will ich machen? Welche Talente habe ich? In welchem Umfeld möchte ich arbeiten? Was kann ich besonders gut und was macht mir Spaß? Wenn man auf diese Fragen für sich die richtigen Antworten gefunden hat, stellt man nach ein bisschen Recherche schnell fest, dass oftmals mehrere Berufe diese Bedingungen erfüllen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von sogenannten Berufsfamilien. In diesen Berufsfamilien werden Berufe zusammengefasst, die sich in vielen Aspekten ähnlich sind – beispielsweise Berufe im Gesundheitswesen, Büroberufe, Bauberufe, Metall- oder Elektroberufe, um nur einige zu nennen. Wer sich nun für eine Berufsfamilie entschieden hat, vergrößert seine Chancen auf einen Ausbildungsplatz ungemein. Also offen sein und sich auch die anderen „Familienmitglieder“ mal angucken, ob diese nicht eine gute Alternative bieten können. Berufsmessen, Selbstinformationseinrichtungen, das Internet und natürlich die Berufsberatung helfen dabei. Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen wieder viele Berufe vor – bekannte und unbekannte. Lassen Sie sich überraschen!

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