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19:55 10.12.2021
MRT am Standort Preetz

Ab dem 50. Lebensjahr treten bei fast jedem zweiten Mann Veränderungen der Prostata auf. Zu den gutartigen Veränderungen gehören die altersbedingte Vergrößerung der Prostata und eine Prostataentzündung. Bei den bösartigen Veränderungen handelt es sich um Prostatakrebs, auch Prostatakarzinom genannt.

Prostatakrebs

Prostatakrebs ist bei Männern in Deutschland der häufigste bösartige Tumor. In der Regel wächst Prostatakrebs langsam und führt nur in 15 Prozent der Fälle zum Tod. Wenn er jedoch gestreut hat, sich also über die Prostata hinaus ausgebreitet hat, ist er nicht mehr heilbar. Daher ist es wichtig, Prostatakrebs rechtzeitig zu entdecken. Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Heilung.

Was sagt der PSA-Wert aus?

PSA steht für Prostata-spezifisches Antigen (PSA), ein Eiweiß, das nur in der Prostata produziert wird. Geringe Mengen PSA finden sich auch im Blut, so dass sein Wert hier bestimmt werden kann. Ein gestiegener PSA-Wert ist ein erster Hinweis auf eine Veränderung der Prostata. Er sagt jedoch nichts darüber aus, ob es sich um eine gut- oder bösartige Veränderung handelt.

Bei einem auffälligen PSA-Wert wird die Messung wiederholt. Sollte sich das Ergebnis bestätigen, können eine Ultraschalluntersuchung oder eine Gewebeprobe (Biopsie) weitere Hinweise auf die Ursache der Prostataveränderung liefern. Doch häufig reichen diese Untersuchungen nicht für eine genaue Diagnose aus.

MRT-Untersuchung der Prostata hilft weiter

Die MRT-Untersuchung der Prostata hat sich in den letzten Jahren als treffsicheres, bildgebendes Verfahren zur Erkennung von Prostatakarzinomen etabliert. Sie liefert mehrere voneinander unabhängige Parameter zur Beurteilung der Prostata und wird daher auch als multiparametrische MRT bezeichnet. Die Prostata-MRT ist schmerzfrei und verursacht keine Strahlenbelastung.

Wann ist eine MRT-Untersuchung der Prostata sinnvoll?

• Veränderter PSA-Wert
Wenn der PSA-Wert erhöht, ansteigend oder schwankend ist, kann mit einer MRT-Untersuchung die Ursache für die veränderten Werte abgeklärt werden.
• Prostatavergrößerung
Bei einer Prostatavergrößerung kann man mithilfe von MRT-Aufnahmen herausfinden, ob es sich um eine gut- oder bösartige Veränderung handelt.
• Biopsie ohne Ergebnis
Wenn die Biopsie kein Ergebnis geliefert hat, obwohl der PSA-Wert erhöht ist oder die Tastuntersuchung positiv war, kann eine MRT-Untersuchung verdächtige Stellen in der Prostata ausmachen. Anschließend können gezielt Gewebeproben entnommen werden.
• Vor einer Biopsie
Mithilfe hochaufgelöster MRT-Bilder kann man krankhafte Veränderungen der Prostata lokalisieren und nachfolgend gezielt Gewebeproben entnehmen.
• Prostatakarzinom
Wenn ein Prostatakarzinom festgestellt wurde, können mit einer MRT-Untersuchung seine Größe und Ausdehnung bestimmt werden. Mit zusätzlichen Aufnahmen kann der Arzt verdächtige Lymphknoten oder verdächtige Knochenareale untersuchen.
• Überwachung eines Niedrigrisiko-Prostatakarzinoms
Ein Prostatakarzinom muss nicht immer operativ entfernt oder bestrahlt werden. Bei einem lokal begrenzten Niedrigrisiko-Prostata-Karzinom kann es ausreichen, das Karzinom aktiv zu überwachen. Eine MRT-Untersuchung der Prostata kann dabei helfen, ein Fortschreiten des Tumors zu entdecken.

Vereinbaren Sie einfach direkt einen Untersuchungstermin mit uns oder wenden Sie sich an Ihren Urologen, der Sie an uns überweist. Im Förde-Radiologicum führen Dr. med. Oliver Lehmberg am Standort Lubinus und Dr. med. Frank Schubert am Standort Preetz die multiparametrische MRT-Untersuchung der Prostata durch.

Förde-Radiologicum, Standort Lubinus
Steenbker Weg 25
24105 Kiel
Tel.: 0431/388-18115

Förde-Radiologicum, Standort Preetz
Am Krankenhaus 5
24211 Preetz
Tel.: 04342/801284

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