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10:37 23.08.2021
Die Sonnenbrille gehört in vielen Situationen zum Lebensgefühl dazu – am Steuer schützt sie außerdem vor gefährlicher Blendung. FOTO: PETER BOETTCHER/ZVA/AKZ-O

Gutes Sehen ist am Steuer wichtig, um sicher unterwegs zu sein. Im Straßenverkehr sind unsere Augen besonders gefordert: Die tief stehende Sonne blendet, die regennasse Fahrbahn spiegelt, in der Dämmerung verschwimmen Kontraste und im Dunkeln irritieren entgegenkommende Scheinwerfer.

Sobald die Sonne sich öfter blicken lässt, gehört bei vielen die Sonnenbrille als wichtiges Accessoire dazu. Ein unsichtbarer UV-Filter in den Brillengläsern schützt die Augen vor schädlicher Strahlung, während die Tönung dafür sorgt, dass wir auch bei hellem Sonnenlicht blendfrei sehen und nicht die Augen zusammenkneifen müssen. Das ist auch am Steuer wichtig: Die Sonne kann den Fahrer unter Umständen so stark blenden, dass er mehrere Meter quasi im Blindflug absolviert. Das können selbst bei geringen Geschwindigkeiten ein paar Meter zu viel sein, weil Hindernisse oder gar Personen auf dieser Strecke nicht erkannt werden. Aus diesem Grund sollte eine qualitativ hochwertige und vom Augenoptiker angepasste Sonnenbrille immer dabei sein – sie sollte allerdings im Sommer nicht im parkenden Auto liegenbleiben, da durch starke Erhitzung die Gläser Schaden nehmen können.

Was können Fahrer bei Blendung im Dunkeln tun?

Bei Fahrten in der Dämmerung oder bei Nacht blenden oft entgegenkommende Scheinwerfer, was ebenfalls gefährlich werden kann. Hier hilft zwar die Sonnenbrille nicht – zu dunkel getönte Gläser dürfen selbst bei Tag nicht am Steuer getragen werden – der Augenoptiker hat aber auch für dieses Problem eine Lösung. Spezielle Brillengläser mit Blaulichtfilter und einer kaum sichtbaren leichten Tönung sorgen auch in der Dunkelheit für blendfreie Sicht. Der Blaulichtfilter ist wichtig, da moderne Scheinwerfertechnologien wie LED oder Xenon als unangenehm empfundenes blaues Licht abstrahlen.

Kurzsichtigkeit bei Nacht kommt häufig vor

Im Dunkeln vermindert sich nicht nur die Fähigkeit, Kontraste wahrzunehmen. Viele Menschen sehen bei Dämmerung oder nachts insgesamt nicht so scharf wie am Tag. Diese Nachtkurzsichtigkeit kommt häufig vor und ist nicht zu verwechseln mit der Nachtblindheit. Bei Brillenträgern, die auch tagsüber kurzsichtig sind, kann sich die Fehlsichtigkeit im Dunkeln noch verstärken. Angepasste Korrektionswerte und Brillengläser, die für bessere Kontraste sorgen, können hier helfen. Einige Augenoptiker können gezielt das Dämmerungs- und Kontrastsehen messen – und individuelle Beratung für optimale Tag- und Nachtsicht gibt es überall bei den Fachleuten für gutes Sehen. akz-o


Die Notrufsäule hat noch nicht ausgedient

In Zeiten von Handys und anderen digitalen Kommunikationsmitteln mögen die Notrufsäulen an der Autobahn etwas in Vergessenheit geraten sein. Werden sie eigentlich noch genutzt? Und mit wem wird man da überhaupt verbunden? Eine Notrufsäule ist neben ihrem leuchtend orangefarbenen Gehäuse am Verkehrsschild 365-51 erkennbar: ein Telefonpiktogramm und „SOS“ innerhalb eines blauen Vierecks. Sollte das Auto einmal streiken und es ist keine Säule in Sicht, sollte man die alle 100 Meter angebrachten Leitpfosten anschauen. Ein kleiner Pfeil und eine Zahl geben Richtung und Abstand zur nächsten Notrufsäule an. Notrufsäulen haben eine selbsterklärende Funktion: Bei Notfällen kann dort Hilfe gerufen werden. Aber auch wenn das Auto eine Panne hat und nicht mehr weiter möchte, kann man dort die rettenden Engel bestellen. Obwohl die meisten Menschen in Notfällen zum Handy greifen, laufen diese schon mal Gefahr, dass ihnen der Saft ausgeht. Jährlich werden über die Notrufsäule circa 46.000 Notrufe abgesetzt, im Schnitt alle elf Minuten einer. Seit 1999 landen die Anrufe beim Notruf der Autoversicherer in Hamburg und werden an den zuständigen Notdienst weitergeleitet. mid/sp