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08:07 03.05.2022
Auch unterm Dach kann es im Sommer angenehm temperiert sein. FOTO: DJD/HOTMOBIL/FIZKES/SHUTTERSTOCK

Der Sommer ist für viele Menschen die schönste Jahreszeit. Aber nicht unbedingt für diejenigen, die in einer oberen Etage oder sogar in einer Dachgeschosswohnung leben. Schnell steigen die Temperaturen dort bis ins Unerträgliche an, sobald die Sommersonne ein paar Stunden am Stück auf die Dachfläche knallt. Doch Abhilfe ist möglich. Was man tun kann, damit die eigenen vier Wände sich nicht in eine Sauna verwandeln.

Richtig lüften

Die erste Maßnahme betrifft die Fenster. Sie bleiben tagsüber am besten komplett geschlossen, um die Hitze gar nicht erst in die Wohnung hineinzulassen. Das Lüften sollten Dachgeschossbewohner auf abends verschieben, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Solange es draußen noch hell ist, helfen zugezogene Vorhänge oder heruntergelassene Jalousien, wenigstens keine Wärme ins Zimmer hineinzulassen. Thermorollos, die von innen angebracht werden können, sind eine weitere Alternative.

Verdunstungskälte nutzen

Feuchte Tücher können ebenfalls helfen, die Wohnung kühl zu halten. Man durchnässt Baumwolloder Frotteehandtücher mit kaltem Wasser, wringt sie kräftig aus und hängt sie auf. Beim Trocknen wird der Luft Wärme entzogen und sie kühlt etwas ab. Ein Ventilator, der auf die Handtücher bläst und gleichzeitig die Luft im Raum verteilt, kann den Effekt verstärken.

Mobile Kälteanlagen

Herrschen draußen dauerhaft Temperaturen über 30 Grad, helfen jedoch auch die bewährten Haushaltstricks nicht mehr viel. Wer unter der Hitze leidet und beispielsweise deswegen nicht schlafen kann, sollte über eine mobile Klimaanlage nachdenken. Diese gibt es auch zum Leihen. In der Regel bieten sogenannte Monoblock- Einheiten verschiedene Funktionen in einem Gerät, etwa Kühlen, Heizen, Entfeuchten und Umluft. Ein solches Gerät findet überall dort Platz, wo der Abluftschlauch der Anlage nach außen geleitet werden kann.

Wärmeenergie vermeiden

Entscheidend ist allerdings auch immer, zusätzlich zur Sonneneinstrahlung nicht noch mehr Wärme zu produzieren. Daher gilt: Lampen tagsüber immer ausschalten, größere Computer und Fernseher ebenso. Das Einschalten der Abzugshaube beim Kochen ist dagegen sinnvoll, denn sie transportiert die warme Luft aus der Küche nach draußen. djd

Mit natürlichen Dämmstoffen ökologisch bauen

Immer mehr „Häuslebauer“ setzen auf Nachhaltigkeit. Beim ökologischen Bauen sorgen vor allem natürliche Dämmstoffe dafür, dass die Umwelt geschützt und Heizenergie gespart wird. Bis jetzt ist ihr Marktanteil noch gering, doch die Nachfrage steigt. Ein großer Vorteil der alternativen Dämmstoffe besteht in der geringeren Umweltbelastung. Nachhaltige Dämmmaterialien können laut Martin Brandis, Energieexperte der Verbraucherzentrale, durchaus mit herkömmlichen Dämmstoffen mithalten. Das gelte auch für die Anforderungen an den Brandschutz. Auch wenn die Wärmeleitfähigkeit von Naturdämmstoffen meist höher sei, könne dieses Manko laut Brandis ganz einfach durch dickere Dämmschichten ausgeglichen werden. Zu den bisher am häufigsten eingesetzten Stoffen gehören Zellulose und Holzfaser. Sie machen fast zwei Drittel der bisher verwendeten nachhaltigen Wärmedämmung aus. Zellulose ist dabei die günstigere Variante. Sie lässt sich in Flocken auch in Hohlräume einblasen und eignet sich so sehr gut für die energetische Sanierung. Holzfaser als zweitwichtigster alternativer Dämmstoff wird aus Restholz in Sägewerken gewonnen und in Platten gepresst. Die Bindung der Holzfasern erfolgt durch das im Holz enthaltene Lignin, das beim Pressen und durch Wärme freigesetzt wird. Holzfaserplatten lassen sich sowohl für die Fassadendämmung im Neubau als auch für die nachträgliche Dachdämmung einsetzen. Immer häufiger kommt auch Seegras für die natürliche Wärmedämmung zum Einsatz. Es wird mittlerweile aus der Ostsee gewonnen und benötigt nur sehr wenig Energie für die Aufbereitung als Wärmedämmmaterial. Für Martin Brandis von der Verbraucherzentrale sind natürliche Dämmstoffe das Mittel der Wahl für eine nachhaltige Wärmedämmung. Außerdem können sie auch preislich mit konventionellen Materialien mithalten. txn

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