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Home Sonderthemen Gesundheit Typ-2-Diabetes kann vorgebeugt werden
10:57 26.03.2018

26.03.2018

Gesundheit

Längeres Stillen kann die Mutter schützen

Stillen ist nicht nur das Beste für das Baby, sondern bringt auch der Mutter viele gesundheitliche Vorteile. Das hat eine aktuelle Langzeitstudie erneut bestätigt. Frauen, die ihr Kind mindestens sechs Monate mit Muttermilch ernährten, erkrankten im späteren Leben deutlich seltener an Typ-2-Diabetes. Das Risiko war nur halb so groß, ist im Fachblatt „JAMA Internal Medicine“ zu lesen.

Für die Untersuchung hatten die US-amerikanischen Wissenschaftler mehr als 1.200 Mütter über einen Zeitraum von 30 Jahren begleitet. Zu Beginn waren die Probandinnen 18 bis 30 Jahre alt und nicht an Typ-2-Diabetes erkrankt. Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, bei welcher der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Beim Typ-2-Diabetes spricht der Körper nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin an. Die Frauen nahmen alle fünf Jahre an Stoffwechseluntersuchungen teil und machten zusätzlich Angaben zur Stillzeit, ihrer Gewichtsentwicklung und Ernährungs- sowie Lebensgewohnheiten. Bei Stillzeiten von bis zu sechs Monaten war das Diabetesrisiko im Vergleich zu nicht stillenden Frauen um 25 Prozent reduziert – bei über sechs Monaten sogar um 47 Prozent. Dabei konnten sich die „Stillmonate“ auf mehrere Kinder verteilen.

Offenbar hat längeres Stillen in Bezug auf Typ-2-Diabetes einen schützenden Effekt. Das galt laut Studie auch für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes. Nach der Entbindung normalisiert sich der Blutzuckerspiegel in der Regel wieder, aber das Risiko für Typ-2-Diabetes ist erhöht. Der positive Effekt des Stillens war nach den Untersuchungsergebnissen unabhängig von Herkunft und Hautfarbe, Lebensgewohnheiten und Körpergewicht. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keinen Beweis für ursächliche Zusammenhänge liefern kann, geben die Autoren zu bedenken. Es ist auch nicht abschließend geklärt, welche biologischen Mechanismen hinter dem Phänomen stecken. In der Stillzeit werden Hormone wie Prolaktin vermehrt ausgeschüttet. Es wäre möglich, dass sie auf die Zellen der Bauchspeicheldrüse und damit über das Hormon Insulin auf den Blutzuckerspiegel einwirken.

HEIKE KREUTZ

WWW.BZFE.DE

Ausreichend Freiraum für die Füße

Bei schmerzhaften Fußfehlstellungen können die richtigen Schuhe viel bewirken

Stretcheinsätze im Schaft können Schmerzbildung verhindern. FOTO: DJD/FLORETT – VAROMED
Stretcheinsätze im Schaft können Schmerzbildung verhindern. FOTO: DJD/FLORETT – VAROMED

Unter Fußfehlstellungen leiden viele Bundesbürger. Allein über zehn Millionen Deutsche – vor allem Frauen – sind von einer Schiefstellung des großen Zehs betroffen, also einem Hallux valgus. Aber auch sogenannte Hammer- und Krallenzehen machen den Menschen zu schaffen: Es brennt, reibt und drückt beim Laufen. Das jahrelange Tragen zu hoher und zu enger geschlossener Schuhe ist neben genetischer Veranlagung und einem schwachen Bindegewebe eine der Hauptursachen für diese Fußprobleme.

Wer unter einer Zehenfehlstellung leidet, hat häufig Probleme, gut passende und bequeme Schuhe zu finden. Je nach Krankheitsbild benötigen die Zehen mehr Platz in der Höhe oder an der Seite. „In vielen Schuhen drücken die Zehen am Schuhschaft und es bilden sich Hühneraugen, Schwielen oder sogar Entzündungen. Ein normaler Bewegungsablauf ist dann kaum mehr möglich“, erklärt Martin Hübner, Geschäftsführer von Florett. Ratsam seien flache Schuhe, die den Füßen einen guten Halt böten, aber den Zehen dennoch genügend Freiraum ließen. Eine Schmerzbildung verhindern können beispielsweise Schuhe mit Stretcheinsätzen im Schaft. „Da diese Schuhe besonders dehnfähig sind, passen sie sich perfekt an die jeweilige Fußform an. So wird kaum Druck auf den Fuß ausgeübt“, weiß Hübner.

Auch beim An- und Abschwellen der Füße im Tagesverlauf passt sich Stretchmaterial an. Darüber hinaus empfehlen sich bei Fußdeformationen und schmerzempfindlichen Füßen Schuhe aus weichem Obermaterial mit Klettverschlüssen oder Gummizügen. Zahlreiche Modelle in verschiedenen Weiten – von sportlichen Sneakers bis luftigen Sandalen und Pantoletten – findet man beispielsweise im Onlineshop unter www.florettshoes.de. Viele Schuhe haben im Übrigen ein Wechselfußbett, das gegen eine maßgefertigte orthopädische Einlage ausgetauscht werden kann. Sinnvoll bei Fehlstellungen wie dem Hallux valgus sind zudem Übungen, die die Fußmuskulatur aufbauen. Am besten nimmt man sich abends oder morgens ein paar Minuten Zeit für die Zehengymnastik. Zwar lässt sich der Prozess der Fehlstellung nicht zurückdrehen, aber je besser die Fußmuskulatur ausgebaut ist, umso besser kann der Ist-Zustand erhalten werden. Auch regelmäßiges Barfußlaufen auf weichen Böden wird von Orthopäden bei einem Hallux valgus empfohlen. Im Fall von großen Schmerzen ist eine Operation jedoch fast unumgänglich. (DJD)

www.florettshoes.de
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