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Home Sonderthemen Gesundheit Städtisches Krankenhaus Kiel: Harninkontinenz nach Prostataentfernung
13:01 20.07.2020
Hanna Massad, PD Dr. Christoph van der Horst und PD Dr. Moritz Hamann - ein Teil des urologischen Ärzteteams am Städtischen Krankenhaus. Foto Team: Timo Wilke

An der Klinik für Urologie im Städtischen Krankenhaus Kiel wird fast das gesamte Spektrum an urologischer Diagnostik und Behandlung angeboten. Angefangen von kleinen Eingriffen bei Vorhautverengung und Wasserbruch des Hodens werden vor allem größeren Tumoroperationen der Niere, Blase und Prostata durchgeführt.

Auch die Chemotherapie urologischer Tumorerkrankungen ist fest etabliert. Einen großen Bereich der operativen Maßnahmen nehmen die sogenannten endourologischen Verfahren ein, d.h. die Operationen erfolgen endoskopisch durch die Harnröhre mittels Videosystem. So können vergrößerte Vorsteherdrüsen u.a. mit Lasertechnik verkleinert und Blasentumore mittels elektrischer Schlinge abgetragen werden.

Darüber hinaus können Steine aus Niere und Harnleiter entfernt werden. Die Möglichkeit einer narkosefreien Stoßwellentherapie ergänzt das Angebot der Harnsteintherapie.

Harninkontinenz – belastend für betroffene Männer

Eine Schließmuskelprothese verhindert die Harninkontinenz beim Mann. Grafik: Boston Scientific
Eine Schließmuskelprothese verhindert die Harninkontinenz beim Mann. Grafik: Boston Scientific

Ebenfalls werden Operationen zur Behandlung verschiedener Hanrinkontinenezformen bis zum Einsetzen eines Schließmuskels angeboten. Harninkontinenz beim Mann kann die Folge einer operativen Behandlung eines Prostatakrebses sein. Je nach Alter des Patienten und Stadium der Krebserkrankung müssen bis zu 30 Prozent aller durch komplette Entfernung der Prostata behandelter Patienten mit einer bleibenden Harninkontinenz rechnen. Der Krebs ist besiegt - was bleibt ist eine nasse Hose.

Dieses Thema ist für die betroffenen Männer sehr belastend und führt häufig zu einem deutlichen Verlust der Lebensqualität. Wenn Beckenbodengymnastik nicht zu einer ausreichenden Linderung der Beschwerden führt, sollte der behandelte Urologe des Vertrauens der erste wichtige Ansprechpartner für weitere diagnostische Maßnahmen sein.

Schließmuskelprothese schafft Abhilfe

Ein Schließmuskelimplantat schafft Abhilfe. Die bleibende Harninkontinenz beim Mann kann in der Regel nur durch einen erneuten operativen Eingriff behoben werden. Goldstandart ist hier in der Regel eine AMS 800 Schliessmuskelprothese. Ein System, welches über fast 40 Jahre immer wieder weiterentwickelt wurde. Alternativen kommen nur selten in Betracht, sollten aber kritisch abgewogen werden.

Erfahrung zählt – Verfahren wird seit über zehn Jahren angewendet

Das Team der Klinik für Urologie, im Städtischen Krankenhaus wendet diese Verfahren seit nunmehr über 10 Jahren erfolgreich dort an. Die Ärzte verfügen über eine langjährige operative Expertise auf diesem Gebiet und sind als „Consulting Surgeons“ für die Implantation von Schliessmuskelimplantaten tätig. Studien zeigen, dass bei dieser kleinen OP die Erfahrung des Operateurs das wichtigste Kriterium zur erfolgreichen Heilung der Inkontinenz ist. Das Urologenteam verfügt über langjährige Erfahrung mit den verschiedenen Implantatsystemen. Text: Städtisches Krankenhaus 

Städtisches Krankenhaus Kiel GmbH

Ärztliches Team:
PD Dr. Jan Lehmann
PD Dr. Christoph van der Horst
PD Dr. Moritz Hamann
Dr. Nils Nürnberg
Sebastian Bach
Hana Massad
Dr. Ole Müller
Tel.: 0431 1697-1910

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