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08:38 24.04.2021
Gleich mehrfach profitieren: Eine wirksame Wärmedämmung verbindet ein ganzjährig angenehmes Raumklima mit nachhaltigen Energie- und Kosteneinsparungen. FOTO: DJD/IVH INDUSTRIEVERBAND HARTSCHAUM E.V./GETTY

Die Eigenheime in Deutschland sind wahre Energieverschwender. Immerhin ist der Gebäudebestand nach Angaben des Bundesumweltamtes für ein Drittel der Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich. Ein Grund: Altbauten aus den 1970er- bis 90er-Jahren befinden sich meist energetisch nicht auf der Höhe der Zeit. Ein mangelnder Wärmeschutz führt dazu, dass viel Energie über die Außenhülle der Gebäude ungenutzt verlorengeht – es muss entsprechend mehr geheizt werden. Ein energetisches Modernisieren zahlt sich aber nicht nur durch Einsparungen beim Heizenergieverbrauch aus. Gleichzeitig profitiert der Klimaschutz davon, und die Bewohner können sich über ein behaglicheres, ganzjährig ausgeglichenes Raumklima freuen. Staatliche Zuschüsse machen die Investitionen noch attraktiver.

Über Jahrzehnte gut gedämmt

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hat die Unterstützung neu geregelt: 20 Prozent der Kosten einer Wärmedämmung gibt es als Zuschuss, zusätzlich ist ein fünfprozentiger Bonus möglich, wenn ein Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan für das Eigenheim erstellt hat. Nach der grundsätzlichen Entscheidung für das Modernisieren stellt sich die Frage nach dem „Wie“. Dabei sind Aspekte wie Langlebigkeit, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Dämmmaterials entscheidende Faktoren. So bewährt sich etwa expandiertes Polystyrol (EPS), bekannt unter dem Markenbegriff Styropor, seit Jahrzehnten beim Einsatz an Hausfassaden. Das Material ist langlebig und hoch wirksam. Die Bewohner profitieren von einem gesünderen Raumklima ohne ein klammes Gefühl im Winter und ohne Überhitzung in den Sommermonaten. Das Material wurde laufend weiterentwickelt und dämmt das Eigenheim bei professioneller Ausführung ein Hausleben lang.

Neue Verfahren für das Recycling

Doch was passiert mit der Dämmschicht nach der Nutzung? Eigenheimbesitzer, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, können sich über Recyclingmöglichkeiten informieren. Unter www.ivh.de gibt es Materialien dazu. Heutige EPS-Dämmstoffe zum Beispiel sind komplett recycelbar. Baustellenabschnitte werden gesammelt und gehen in die Produktion zurück. Zudem eröffnet im kommenden Juni mit dem europäischen Projekt „PolystyreneLoop“ die erste Recyclinganlage für ältere Dämmmaterialien. djd
  

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