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Home Sonderthemen Gesundheit Wann sollte ich zum Rheumatologen gehen?
23:00 12.04.2019
Beispiele von Symptomen, die auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen können

Die Rheumatologie befasst sich mit Erkrankungen, deren Gemeinsamkeit Schmerzen an Muskeln und Gelenken ist. Allerdings gibt es eine Vielzahl rheumatischer Erkrankungen und nicht immer müssen Schmerzen im Vordergrund stehen. Wenn Sie Folgendes an sich wiedererkennen, könnte ein Besuch beim Rheumatologen sinnvoll sein:

Warnzeichen für ein klassisches Gelenkrheuma (Rheumatoide Arthritis) sind über mehr als 6 Wochen anhaltende Schmerzen und Schwellungen von Gelenken, insbesondere dann, wenn sie symmetrisch auftreten und die Gelenke der Finger betroffen sind. Die Rheumatoide Arthritis kann in jedem Lebensalter beginnen. Sie tritt am häufigsten zwischen dem 35 und 45 Lebensjahr auf.

Prof. Holle / Prof. Moosig. Das Rheumazentrum Schleswig-Holstein Mitte bietet alle modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der Rheumatologie an. 
Prof. Holle / Prof. Moosig. Das Rheumazentrum Schleswig-Holstein Mitte bietet alle modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der Rheumatologie an. 

Die Polymyalgia rheumatica hingegen tritt in der Regel bei über 60-jährigen auf. Mit oft plötzlichem Beginn kommt es zu starken Schmerzen der Muskulatur im Schulter- und Beckengürtel. Meist sind eine starke Morgensteifigkeit und eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinbefindens vorhanden. Die Entzündungswerte im Blut sind stark erhöht. Besonders gefährlich ist die Polymyalgia rheumatica, wenn sie mit Schmerzen der Schläfenregion oder der Kaumuskeln einhergeht. Dann kann eine zusätzliche Entzündung der großen Blutgefäße, eine Riesenzellarteriitis vorliegen. Diese Erkrankung, die es auch ohne eine Polymyalgia rheumatica geben kann, bedingt eine Notfallsituation. Es muss schnell gehandelt werden, da eine Erblindung droht. Andere Formen von Gefäßentzündungen (Vaskulitis) können die unterschiedlichsten Veränderungen hervorrufen, u.a. an der Haut, Entzündungen der Augen, blutigen Schnupfen und ein ständig verstopfte Nase, Entzündungen der Lunge und der Nieren oder auch Nervenschäden. Bei den Kollagenosen können ähnliche Symptome auftreten. Zusätzliche Warnhinweise sind z.B. Wunde oder sehr trockene Schleimhäute, eine derber werdende Haut oder das „Absterben“ (weiße, blaue, rote Verfärbung) der Finger. Kollagenosen sind vielfältige Erkrankungen, deren Gemeinsamkeit der Nachweis von ANA im Blut ist. Diese Eiweiße kommen bei Gesunden selten vor.

Was macht ein Rheumatologe?

Der Rheumatologe wird Sie zunächst gründlich nach Beschwerden und Symptomen befragen. Nicht selten helfen Symptome, die der Patient selbst vielleicht gar nicht mit den rheumatischen Beschwerden in Zusammenhang bringt, zur richtigen Diagnose zu kommen. So kann eine sehr gering ausgeprägte Schuppenflechte, die den Patienten kaum stört, der Schlüssel zur Diagnose eines Schuppenflechtenrheumas (Psoriasisarthritis) sein. Aus dem gleichen Grund ist auch eine vollständige körperliche Untersuchung durch den Rheumatologen notwendig. Hierdurch können sich Hinweise auf betroffene Organe ergeben, die sich noch nicht bemerkbar machen, oder die der Patient nicht im Zusammenhang mit den rheumatischen Beschwerden sieht. Ein Beispiel hierfür wäre eine schleichende Vernarbung der Lunge, bei einer Systemischen Sklerose. Die körperliche Untersuchung wird heutzutage regelhaft durch Ultraschall an Gelenken und an weiteren Organen ergänzt. Nach diesen Basisuntersuchungen wird praktisch immer auch eine umfassende Labordiagnostik erfolgen. Dies ist u.a. deshalb erforderlich, da viele rheumatische Erkrankungen durch spezifische Laborbefunde und Veränderungen des Immunsystems gekennzeichnet sind. Oftmals kann dann schon eine präzise Diagnose gestellt und die Therapie eingeleitet werden. In anderen Fällen wird Ihr Rheumatologe noch weitere fachärztliche Untersuchungen veranlassen, z.B. durch einen Radiologen.


Ein Workshop zum Thema Ernährung bei onkologischen Erkrankungen wird ebenfalls angeboten
Ein Workshop zum Thema Ernährung bei onkologischen Erkrankungen wird ebenfalls angeboten

Patienten mit einer Krebserkrankung werden tagtäglich vor besondere Herausforderungen gestellt. Nicht nur die Betroffenen müssen sich auf ein Leben mit dieser Diagnose einstellen, auch Ihre Angehörigen und Freunde werden besonders gefordert. Das Onkologische Zentrum bietet anlässlich des Krebsinformationstages 2019 am 27. April in der Zeit zwischen 10 und 14 Uhr im Bildungszentrum des Städtischen Krankenhauses mit Vorträgen und Workshops Unterstützung für den Alltag. Selbsthilfegruppen aus Kiel und Umgebung präsentieren sich mit ihrem Angebot und stehen für den Informationsaustausch gerne zur Verfügung. „Wir wünschen Betroffenen und Interessierten“, so Prof. Dr. Roland Repp, Chefarzt 2. Medizinische Klinik, „den einen oder anderen nützlichen Tipp, anregende Gespräche und hoffen, dass möglichst viele Fragen beantwortet werden können.“

Programm

10.00 Uhr Begrüßung

Prof. Dr. Roland Repp, Chefarzt 2. Medizinische Klinik

10.15 Uhr Vorsorgeuntersuchungen – worauf kommt es an?
Dr. André Hohn, Chefarzt Frauenklini
PD Dr. Sebastian Ullrich, Chefarzt 3. Medizinische Klinik
PD Dr. Jan Lehmann, Chefarzt Urologie

10.50 Uhr Spätfolgen der Chemo- und Strahlentherapie – das sollten Sie wissen

Dr. André Hohn, Chefarzt Frauenklinik
PD Dr. Sebastian Ullrich, Chefarzt 3. Medizinische Klinik
PD Dr. Jan Lehmann, Chefarzt Urologie

11.30 Uhr Pause
11.40 Uhr Umgang mit dem Fatique-Syndrom
PD Dr. Georgia Schilling, Leitende Oberärztin, Asklepios Klinik Altona

12.10 Uhr Pause – Gespräche mit Selbsthilfegruppen Selbsthilfegruppen, u.a. Eierstockkrebs e.V. und Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. sowie die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft präsentieren sich mit ihren Angeboten.

13.00 Uhr Workshops

1. Entspannungstherapie
Insa Hein, Praxis für Physiotherapie

2. Ernährungsberatung
Wie in den vergangenen Jahren wird es wieder einen Workshop zum Thema Ernährung bei Krebs geben, den Heidi Bielenberg, Diätberaterin und Silke Dethlefsen, Diätberaterin, zertifiziert für die onkologische Ernährungstherapie gestalten werden.

3. Psychoonkologische Unterstützung bei der Bewältigung von Fatigue Manfred Gaspar, Psychoonkologe; Christel Vesper-Mittrich, Dipl. Psychologin und Pychoonkologin, 2. Med. Klinik

4. Komplementärmedizin – eine sinnvolle Ergänzung in der Onkologie
Dr. Sabine Kaiser, Oberärztin Frauenklinik

• Einblicke in die Ohr-Akupunktur
• Mind-Body-Medizin – Geist, Körper und Seele im Einklang
• Naturheilkunde – welche Möglichkeiten gibt es, Nebenwirkungen zu reduzieren?

5. Kosmetiktipps für Chemopatientinnen
Elisabeth Wolfert, 2. Medizinische Klinik

6. Sport und Krebs: Wie Bewegungstherapien den Umgang mit der Krebserkrankung positiv beeinflussen Astrid Schulz, Sporttherapeutin, Praxis für Physiotherapie

Kontakt:

Prof. Dr. Roland Repp
Chefarzt 2. Medizinische Klinik
Leiter Onkologisches Krebszentrum 


Krebsinformationstag

27.4.2019, 10 bis 14 Uhr
Bildungszentrum
Hasseldieksdamemr Weg 30

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