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Home Sonderthemen Gesundheit Wenn die Angehörigen eine Auszeit brauchen
00:00 10.09.2019
Ann-Christin Wallisch (rechts), Geschäftsführerin, Simone Altmann, Pflegedienstleitung, und Dennis Ströh, Pflegefachkraft, springen ein, wenn Angehörige verhindert sind. FOTO: HOME INSTEAD
Home Instead GmbH & Co. KG
Seniorenzentrum Kaiser Wilhelm I. Stift
Oma Irma Hausengel
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KIEL. Die Pflege der eigenen Angehörigen ist für viele eine Selbstverständlichkeit und Herzensangelegenheit. Doch wer sich stets um das Wohl der anderen kümmert, benötigt auch Zeit für sich selbst zur Erholung und um wieder neue Kraft zu schöpfen. Der Gesetzgeber hat für diesen Fall vorgesorgt: Ab Pflegegrad 2 zahlt die Pflegekasse eine Betreuung,wenn die Angehörigen dazu vorübergehend nicht in der Lage sind. Ein spezialisierter Anbieter wie Home Instead kommt dann nach Hause und sorgt für den Pflegebedürftigen – von Betreuungsleistungen wie Reden, Spielen und Spazierengehen über die Grundpflege bis hin zu Arbeiten im Haushalt oder Begleitung zu Terminen. 

In der Fachsprache wird ein solcher Fall mit „Verhinderungspflege“ bezeichnet – weil diejenigen, die sonst diese Aufgabe übernehmen, für einen bestimmten Zeitraum verhindert sind. Damit ist nicht nur die Pflege im medizinischen Sinn gemeint. Es beinhaltet auch die Begleitung durch den Alltag. Die Aufgabe der Betreuer ist es, vor allem Zeit und persönliche Zuwendung mitzubringen und damit die Lebensqualität zu erhöhen.
   

Stiftung Kieler Stadtkloster

Als von den Pflegekassen zugelassener Betreuungs- und Pflegedienst übernimmt Home Instead auch die Grundpflege und bietet damit mehr an als reine Betreuungsdienstleistungen. Der Schwerpunkt liegt aber im zwischenmenschlichen Bereich: Die Betreuungskräfte stellen sich auf die individuellen Bedürfnisse und die Persönlichkeit ihres Pflege-Patientens ein.

Das Unterstützungsbudget, das die Kasse für die Verhinderungspflege zur Verfügung stellt, muss nicht an einem Stück „verbraucht“, sondern kann über das Jahr verteilt werden. Aber es verfällt am Jahresende. Neben der Verhinderungspflege können auch bis zu 50 Prozent der Mittel aus der Kurzzeitpflege für die Betreuung zu Hause eingesetzt werden. Dabei handelt es sich immerhin um Beträge von bis zu 2400 Euro im Jahr.

Home Instead GmbH & Co. KG Seniorenbetreuung
Holtenauer Straße 94, Kiel
Tel. 0431/12876038
www.homeinstead.de


Die Zahl der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wächst immer weiter. Der größte Pflegedienst des Landes sind immer noch die Angehörigen. So kümmern sich laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes hierzulande etwa 4,7 Millionen Menschen regelmäßig um eine pflegebedürftige Person, zwei Drittel davon sind Frauen, die Mehrzahl im erwerbsfähigen Alter. Zu den Anforderungen des Arbeitslebens kommt dann mit der Pflege ein weiterer Stressfaktor und Zeitfresser hinzu. Kein Wunder, dass Betroffene körperlich und seelisch oft an ihre Grenzen kommen. Unruhe, Schlafstörungen, Gereiztheit und Erschöpfung können die Folge sein.

Um innere Stärke und Ausgeglichenheit zurückzugewinnen, ist es wichtig, sich nicht nur um den Pflegebedürftigen, sondern auch um sich selbst gut zu kümmern. Dazu gehört, nicht alles allein schaffen zu wollen, sondern sich auch Hilfe zu suchen. Oft gibt es Verwandte, Freunde oder Ehrenamtliche, die gelegentlich aushelfen können. Das verschafft dem Pflegenden wichtige Zeit für sich selbst. Auch aus der Natur kommt Hilfe. Die asiatische Heilpflanze Rosenwurz beispielsweise gilt als sogenanntes Adaptogen. Das heißt, sie kann helfen, physische und psychische Herausforderungen besser zu meistern. Ideal sind Präparate, die zusätzlich Magnesium und Vitamin B1 enthalten und so zur Unterstützung einer gesunden Nervenfunktion beitragen.

Ein wichtiger Faktor ist auch die innere Einstellung: nicht zu viel auf seine eigenen Fehler und Mängel schauen, sondern sich bewusst machen, was man täglich leistet. Denn auf ihren Einsatz können pflegende Angehörige stolz sein. djd
   


Edith Stein liebt die frischen Brötchen, die sie morgens in der Tagespflege „Kiek ut“ zum Frühstück bekommt. FOTO: KIELER STADTKLOSTER
Edith Stein liebt die frischen Brötchen, die sie morgens in der Tagespflege „Kiek ut“ zum Frühstück bekommt. FOTO: KIELER STADTKLOSTER

KIEL. Das Professor-Weber-Haus in Kiel ist Teil des Seniorenzentrums „Professorenhäuser“. Es liegt idyllisch im Grünen am Vieburger Gehölz, und seit dem 1. Juni bietet die Einrichtung auch eine Tagespflege im 9. Obergeschoss an.

„Die Tagespflege ’Kiek ut’ ist ein wichtiges Pflege- und Betreuungsangebot für pflegebedürftige Menschen, die möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung allein oder mit Angehörigen leben möchten,“ berichtet Christof Thöne, Pflegedienstleiter der Tagespflege.

Die Gäste können ein- bis fünfmal wöchentlich die Tagespflege besuchen. Diese ist von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr geöffnet. „Wir möchten den Gästen einen schönen Tag in Gesellschaft gestalten“, so Christof Thöne. Dabei zahlt die Pflegeversicherung einen Teil der Kosten für die Betreuung.

Die Aktivitäten im „Kiek ut“ richten sich nach einem regelmäßigen Wochenplan. Die verschiedenen Angebote berücksichtigen die unterschiedlichen Neigungen und Bedürfnisse der Gäste. Es gibt zum Beispiel Malstunden, gymnastische Übungen im Sitzkreis, kreatives Gestalten, gemeinsames Singen und vieles mehr. Selbstverständlich bieten die Mahlzeiten eine wichtige Tagesstruktur.

Nach einer umfangreichen Umstrukturierung werden seit einigen Monaten weitere Dienstleistungen angeboten: Selbstgestaltetes Wohnen in einer Wohngemeinschaft, geselliges Beisammensein in der Tagespflege oder geplante Pflege und Betreuung während einer Urlaubs- oder Krankheitspflege sind die neuen Angebote neben dem bewährten Seniorenwohnen und der vollstationären Pflege im Prof. von Esmarch-Haus. „Im persönlichen Gespräch beraten wir gern über unsere vielfältigen Angebote – im 'Kiek ut’ sind an einigen Tagen noch Plätze frei – rufen Sie uns an“, empfiehlt Einrichtungsleiterin Ann-Kathrin Hellwig.

Professorenhäuser
Brüggerfelde 1-5, Kiel
Tel. 0431/6481976
www.stadtkloster.de/wohnen
   

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