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15:01 03.04.2022
Viele Menschen snacken Gemüse und Obst vor allem zu Hause. Für unterwegs bietet sich beispielsweise ein leckerer Schichtsalat zum Mitnehmen an. FOTO: DJD/SNACK-5.EU/STOCKFOOD/WESTEND61

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt: Wer viel Gemüse und Obst isst, kann Krankheiten vorbeugen und trägt zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Empfohlen werden mindestens fünf Portionen am Tag, das entspricht etwa 650 Gramm. Doch nur wenige erreichen diese Menge im Alltag. Warum ist das so und wie könnte der Gemüse- und Obstverzehr erhöht werden? Im Auftrag der von der EU kofinanzierten Kampagne „Snack5“ wurden mehr als 1600 Menschen in Deutschland und Österreich gefragt, was sie zum Kauf und Verzehr von Äpfeln, Tomaten, Kirschen, Kohl oder Karotten motiviert – und was sie daran hindert. Aus der Studie ergeben sich Ansätze, mit denen sich der Verzehr von Gemüse und Obst steigern lässt. Für jeden einzelnen im Alltag, aber auch für Betriebskantinen oder Mensen.

Gemüse und Obst schmecken zu Hauptmahlzeiten und als Snack

Der gute Geschmack von Gemüse und Obst bewegt 75 Prozent der Befragten zum Zugreifen und steht damit auf Platz eins der Gründe für den Verzehr – gefolgt von Gesundheit und dem Wunsch nach frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln. Dabei kommt überwiegend Gemüse auf den Tisch – vor allem zum Mittag- und Abendessen. Obst wird der Studie zufolge eher als Zwischenmahlzeit, seltener zum Frühstück gegessen. Um auf die empfohlenen fünf Portionen zu kommen, lassen sich diese Gewohnheiten nutzen: So sollte zu jeder Hauptmahlzeit mindestens eine Gemüsebeilage oder ein Salat gewählt werden. Wenn Gemüse als Snack oder zum Frühstück bislang noch nicht in den Ernährungsgewohnheiten verankert ist, können auch entsprechende Angebote in Kantinen, auf Besprechungstischen oder in Schulmensen dazu beitragen, das zu ändern. Warum also nicht beim Chef nachfragen, ob in der Teeküche künftig nicht ein Früchtekorb für alle bereitstehen könnte?

Frische, Geschmack und Regionalität verführen zum Kauf

Auch der Lebensmittelhandel kann seine Kunden motivieren und dabei unterstützen, sich ausgewogener zu ernähren. Dazu lohnt sich ein Blick auf die Erwartungen der Verbraucher: Frische und Geschmack stehen hierbei ganz oben – was bei frischen Produkten kaum überraschen dürfte. Aber mehr als die Hälfte der Befragten geben inzwischen auch an, dass sie in der Obst- und Gemüseabteilung auf Regionalität und Saisonalität achten. Mit der großen Vielfalt an Gemüse und Obst, die aus heimischer Produktion verfügbar sind, sollte den empfohlenen fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag nichts mehr im Wege stehen. Saisonkalender können bei der Auswahl unterstützen. djd

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